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Was bedeutet "Französisch-Reformierte Gemeinde" ?

.... immer wieder nach Gottes Wort erneuerte, einladende Gemeinde zu werden

 

Französisch ? Reformierte Gemeinde ? Unterschiede ?
"Calvinisten" ? Gemeindeleitung ? Pastorin/Pastor ?
Gottesdienste ? Taufe/Konfirmation ? Abendmahl ?
Mitgliedschaft ? Evangelische Kirche Kirche/Temple ?

 

 

Französisch weist auf den historisch-soziologischen Ursprung unserer evangelisch-reformierten Gemeinde hin. Wir halten so die französischen Flüchtlinge die unsere Gemeinde gründeten in Erinnerung. Französisch bedeutet aber keine inhaltliche Abgrenzung von anderen evangelischen Gemeinden oder die Betonung einer nationalen Sonderstellung, es steht für besondere Formen unseres Gemeindelebens, die sich heute zu bewähren haben.

Reformiert (reform [lat.]: Wiederherstellung) deutet unsere Absicht und die unserer Vorgängerinnen und Vorgänger an, eine immer wieder nach Gottes Wort erneuerte Gemeinde zu werden. Das verpflichtet, sich zu Nutz und Freud in unser Zeit, in einer Gemeinschaft auf die gesamten Bibel zu besinnen.

 

Von diesen reformatorischen Ansätzen her gibt es keinen Unterschied zwischen Reformierten und Lutheranern. - Wir haben die eine Bibel, glauben dem Selben und das Gleiche. Gelegentlich unterscheiden uns Schlußfolgerungen die wir daraus ableiten und der Stellenwert, den wir theologischen Positionen unserer Mütter und Väter im Glauben beimessen.

Den Namen Luther legten sich die durch ihn geprägten Kirchen zu, besonders in Deutschland und Skandinavien.

Die Bezeichnung Reformierte führen Kirchen und Gemeinden die, über Luther hinaus, durch die Reformatoren Zwingli und Calvin mitgeprägt wurden, zuerst in der Schweiz, dann in Frankreich, Deutschland, Schottland, den Niederlanden und Ungarn, später besonders auch in den USA., Afrika, Korea und Taiwan.

Gelegentlich werden wir auch "Calvinisten" genannt. Doch wir bezeichnen uns nicht so, gerade weil das Calvin nicht gerecht wird. Er würde es wahrscheinlich von sich weisen, wollte ihn jemand (noch immer) zur Richtschnur nehmen. Hat er doch wie kaum ein anderer die Richtlinienkompetenz der Bibel unterstrichen. Zugespitzt gesprochen - wir wollen keine nach Calvin, sondern eine nach Gottes Wort reformierte Gemeinde sein (vergl. 1.Ko.1,12). Und das ist dann wohl auch ganz im Sinne Calvins.

 

Geleitet und vertreten wird unsere Gemeinde alleine durch ihr Presbyterium. Dabei steht kein Mitglied der Gemeinde über einem anderen. Kirchliche Hierarchien samt Bischof, Generalsuperintendent und Superintendent haben bei uns keine Befugnisse. Die Gemeinde ordnet ihre Angelegenheiten im Verbund mit den reformierten Gemeinden unserer Landeskirche selbst. Wir denken, daß hierarchische kirchliche Strukturen keine Zukunft haben, eher selbstbestimmte Gemeinden, die miteinander kommunizieren und dadurch ein Ganzes bilden

Die Pastorin bzw. der Pastor wird nach etlichen Vorstellungen und nach Konsultation der Gemeindemitglieder vom Presbyterium berufen, abgestimmt mit dem Konvent reformierter Pastorinnen/Pastoren und dem Moderamen, der kollektiven geistlichen Leitung aller reformierten Gemeinden in der Landeskirche.

 

Gottesdienste sind die Mitte unseres bunten Gemeindelebens. Sie haben eine schlichte Form und sind darauf abgestellt, verständlich zu sein und Gottes Wort im praktischen Leben wirksam werden zu lassen. Es ist nicht Absicht, zu mystifizieren oder Glaubensinhalte zu symbolisieren. Wir versuchen nicht vorrangig den Brückenschlag aus der Realität zum Mysterium des Glaubens, sondern von der Bibel in die Realität des Glaubens und Wissens, der Empfindungen und des Handelns.

Um an Gottesdiensten und am Gemeindeleben teilzunehmen, bedarf es keiner Voraussetzungen und keines liturgischen oder konfessionellen Sonderwissens, nicht einmal der Gemeindemitgliedschaft.

Gesang und Musik genießen neben der Predigt einen hohen Stellenwert im Gottesdienst.

 

Taufe und Abendmahl/Heiliges Mahl verstehen wir zumeist als Verkündigung. Sie sollen bei uns nichts weiter als das Gottes Wort zu vergewissern, wobei die Gemeinschaft, die Gott den Seinen zusichert, auf besondere Weise gefeiert wird. Brot und Wein im Heiligen Mahl bleiben nach unserem Verständnis unverändert, sie vergegenwärtigen das Abendmahl, wie es Jesus Christus feierte, auf seine geistliche Gegenwart setzen wir.

Die Annahme, daß im Abendmahl Brot und Wein in Körper und Blut von Jesus Christus gewandelt werden, ist uns fremd. Doch das trennt uns nicht. Eingeladen sind zum Heiligen Mahl bei uns alle getauften Erwachsenen, denn dieses Mahl dienen nur denen, die sie im Glauben annehmen.

Glaubens-/Erwachsenen- und Säuglingstaufen sind uns gleichrangig. Die Glaubens-/Erwachsenentaufe erfolgt nach einem Taufunterricht. Die Säuglingstaufe wird nach einem Konfirmandenunterricht in der Konfirmation bestätigt.

 

Wir sind eine Personalgemeinde. Das bedeutet bewußte persönliche Mitgliedschaft und daß man Glauben nicht als reine Privatsache ansieht.

Zur Gemeinde gehört, wer ihr beitritt (auch wenn er/sie schon zur Evangelischen Kirche gehört). Das heißt, es gibt keine "automatische" Zugehörigkeit, weil man in einem bestimmten Stadtgebiet wohnt, bisher zu einer reformierten Gemeinde/Kirche gehörte oder hugenottische Vorfahren hat. Auch ein Beitritt per Angabe im Einwohnermeldeamt ist nicht möglich.

Unsere Gemeinde steht – unabhängig vom Herkommen – allen offen. Hier kann Mitglied sein, wer das möchte und sofern das Presbyterium dem zugestimmt hat.

Wir sind Menschen unterschiedlicher Überzeugungen und Erwartungen, z.B. welche, die die Worten der Bibel möglichst konsequent leben möchten und andere, die die Bibel einfach mal etwas besser kennenlernen wollen, die mit Sinnfragen beschäftigt sind oder eine offene Gemeinschaft suchen, in der sie Trost oder Hilfe oder Beachtung zu finden hoffen, nicht zu allerletzt solche, die zu ihrer hugenottischen/reformierten Familientradition stehen oder ihre Kinder gut aufgehoben wissen möchten .... Und, wir kommen miteinander in wesentliche Gespräche, zu guten gemeinsamen Aktionen, zu viel gemeinsamer Freude. Das ist nicht selbstverständlich und sehr schön. Wir erleben immer wieder auf verschiedene Weisen, wie wir jede/r für sich und als Gemeinde gesegnet sind und zum Segen werden, auch (oder gerade ?) dann, wenn wir - ohne beliebig zu werden - festzustellen haben, daß wir für etliche Fragen zu ungleichen Antworten finden.

 

Mit den anderen reformierten Gemeinden in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz bilden wir eine Reformierte Kreissynode. Der Synode wird vorgelegt, was in der Gemeinde nicht zu entscheiden war und was von gemeinsamem Interesse ist.

 

Unsere Kirche (frz. Temple) ist gewollt von erhabener Nüchternheit. Wir sitzen im Oval, das die ebenerdige Kanzel und die ausgelegte aufgeschlagene Bibel mit einschließt. Es gibt große klare Fenster, aber keinen Altar, kein Kreuz und keine Bilder oder Wandmalereien.

 

 

 

Réglements/Gemeindeleitbild

diskutiert auf der Häupterversammlung am 23.Sep.2011 bestätigt vom Presbyterium

 

  Was heißt reformiert ?

Eberhard Busch

 

Das Wort Gottes und die Grenzen des Erträglichen 

Das Presbyterium der Französisch-Reformierten Gemeinde in Potsdam

 

 Glaube bereichert, Calvin und der Kapitalismus 

Matthias Krieg

 

  Johannes Calvin (1509-1564) - der sehr unbequeme Reformator 

Rolf Wischnath

 

Calvin und die Demokratie 

Eberhard Busch

 

Das Wort Gottes und die Grenzen des Erträglichen 

Das Presbyterium der Französisch-Reformierten Gemeinde in Potsdam

 

Bund für wirtschaftliche und ökologische Gerechtigkeit 

Hauptversammlung des Reformierten Weltbundes  (jetzt Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen)

 

Konfliktlotse Calvin 

Michael Weinrich

 

  Huldrych Zwingli und die Perspektiven für die Kirche im 21. Jahrhundert

Tilman Hachfeld

 

  Reformiertes Profil in der Gesellschaft

Walter Schöpsdau

 

Die sonderbare Geschichte der Französischen Gemeinde zu Potsdam 

Günter Rutenborn

 

  Weit weg und doch nahe 

Ward Stolk

 

 Soli Deo Gloria! - Jean Calvin 10. Juli 1506 – 27. Mai 1564

Kurt Anschütz

 

 

 

Was gilt als "typisch reformiert" Theologische Grundlagen
Gegenwärtiges aus der Gemeinde Aus der Geschichte der Gemeinde
Das Presbyterium Reformierte
La confession de foi La discipline ecclesiastique
Die Barmer Theologische Erklärung Verbindungen unserer Gemeinde
Die Französische Kirche am Bassinplatz Gebete
Mitgliedschaft Reformierte in Deutschland
Texte, Links und Bücher zu reformierten Themen Texte zu unserer Gemeinde
Hugenottenkreuz Arbeitslosengeld II

 

   

 

Stand: 08. Februar 2017

 

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