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„Ich bin gespannt, wohin das noch führen wird“

.... unser Gemeinde-Wiki / Gemeindehandbuch findet Beachtung - hier in einem ERF-Interview

 

Dr. Krister Volkmann stand dem ERF Antwort und Rede.

Er hat in Wikipedia-Manier unser Gemeindehandbuch angelegt.

Welche Vorteile und Grenzen das hat, erklärte er in einem Interview.

 

ERF.de: Herr Volkmann, Sie haben in ihrer Gemeinde ein Gemeinde-Wiki etabliert, also eine Art Lexikon für alle möglichen Themen, die die Gemeinde betreffen. Sind Sie ein Computer-Freak?

Volkmann: Überhaupt nicht, ich habe nur die normale Alltagserfahrung mit Computern. Das war alles neu für mich. Aber zu Anfang hatte ich Hilfe von jemandem, der sich wirklich gut auskennt. Insgesamt bin ich überrascht, dass es doch relativ gut ging, das aufzubauen

 

ERF.de: Wie kam es dazu, dass gerade Sie sich dieser Aufgabe angenommen haben?

Volkmann: Ich bin zurzeit in einem Honorarvertrag von der Gemeinde engagiert, um die Organisation der Gemeinde weiterzuentwickeln. Es gibt eine Menge Aufgaben und es gibt auch Menschen, die sie erledigen würden - aber dazu muss erst mal klar sein, was es zu tun gibt und wie das gemacht werden kann.

Da wollten wir eine Art Handbuch erstellen, um festzuhalten, wie man z. B. die Kirche für einen Gottesdienst vorbereitet oder was man beachten muss, wenn man den Gemeindebrief verschickt. Und damit das nicht an einer Person hängen bleibt, entstand die Idee, das in dieser Wikipedia-Form zu machen, wo eigentlich jeder, dem etwas auffällt, etwas eintragen kann.

 

ERF.de: Es lag also nichts im Argen, Sie wollten aber Abläufe und Wissen festhalten und besser strukturieren?

Volkmann: Der Ausgangpunkt ist, dass unsere Gemeinde in den letzten Jahren deutlich gewachsen ist und entsprechend viele Aktivitäten stattfinden. Die Organisation lag bislang in der Hand einer Person – was eindeutig zu viel ist. Deswegen haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir das auf mehr Schultern verteilen können. Uns sind also die Dinge ein bisschen über den Kopf gewachsen und wir mussten schauen, wie wir das besser organisieren.

 

ERF.de: Mit welchem Aufwand muss man rechen, will man ein Gemeinde-Wiki aufbauen?

Volkmann: Das ist ein Projekt, das nie abgeschlossen ist. Und man kann es mit unterschiedlich starkem Tempo aufbauen. Ich selbst kannte mich schon mit der Arbeitsweise von Wikipedia aus. Wenn man also etwas Erfahrung hat, wie man Einträge macht und wie man sie bearbeitet, braucht es eigentlich nur die Zeit, die man zum Verfassen der Texte benötigt. Da reichen erst einmal fünf Stunden in der Woche aus. Wenn man schon fertige Texte hat, kann man die auch einfach kopieren, einstellen und noch ein wenig vom Layout her bearbeiten. Dann hat man das noch einfacher.

Allerdings ist es sinnvoll, dass es eine oder mehrere Personen gibt, die den Gemeindemitgliedern zeigen, wie das geht. Denn bei einigen, gerade älteren, ist oft eine gewisse Hemmung da, etwas Neues am Computer auszuprobieren. Dann kommt noch einmal mehr Zeit dazu, die man für die Schulung der Gemeindeglieder braucht.

 

ERF.de: Man braucht aber nicht nur das Programm und Arbeitszeit, sondern auch einen Server, Speicherplatz usw. Wie sind Sie vorgegangen?

Volkmann: Wir haben unseren Speicherplatz für die Homepage bei einem privaten Anbieter liegen. Um das Gemeinde-Wiki einzurichten, mussten wir erst einmal dieses Konto aufstocken. Wir brauchten etwa 50 Megabyte Speicherplatz, was uns derzeit sieben Euro im Monat kostet. Wir profitieren aber auch anderweitig davon, denn wir lassen darüber auch unsere Gemeinde-Homepage laufen. Vielleicht können andere Gemeinden auch auf den Serverplatz ihres Kirchenkreises zurückgreifen. Das kann für andere also vielleicht einfacher sein als es für uns war.

 

ERF.de: Es war aber auf jeden Fall hilfreich, dass am Anfang jemand dabei war, der sich auskennt?

Volkmann: Ich glaube, es erspart viel Zeit und Frustration, wenn man für die Erstinstallation jemanden hat, der sich damit auskennt. Das war nur eine Sache von zwei Stunden. Und die längste Zeit von diesen zwei Stunden brauchten wir, um das Web-Hosting-Konto aufzustocken und zu entscheiden, welches Paket wir nehmen.

 

ERF.de: Kommen wir zu den Inhalten: Was gehört in ein Gemeinde-Wiki?

Volkmann: Unsere Gemeinde organisiert sich grundlegend erst einmal um den Gottesdienst. Bei uns fing es also damit an, wie der Gottesdienst aufgebaut ist, wie der veröffentlicht wird, was beim Küsterdienst zu beachten ist, usw. Dann geht es um interne Organisation, wie wir also Gemeindeveranstaltungen organisieren, wie das Gemeindebüro aufgebaut ist, etc. Wir haben auch einen Weltladen, der an die Gemeinde angegliedert ist, dafür ist auch ein weiterer Bereich da. Im Moment haben wir etwa 50 Seiten mit Inhalten.

Man kann sich grundsätzlich auch vorstellen, dass im Wiki eine Diskussion stattfindet. Letztlich wollen wir aber nicht nur über den Computer kommunizieren. Die Diskussion soll persönlich stattfinden, da wir uns relativ oft treffen.

 

ERF.de: In welchem Bereich hat das Gemeinde-Wiki ihre Gemeinde bisher weitergebracht?

Volkmann: Wir sind ja noch in der Anfangsphase. Aber einmal mussten wir zu zweit die Kirche für den Gottesdienst vorbereiten und die Person, die das normalerweise macht, war nicht da. Das war alles sehr kurzfristig. Da hat ein Freund einfach die Seite aus dem Wiki ausgedruckt, so dass wir sozusagen eine Checkliste hatten. So konnten wir von Punkt zu Punkt durchgehen, was zu machen ist: Welches Schild nach draußen zu stellen ist, wie die Stühle aufzustellen sind, usw.

 

ERF.de: Und der Gottesdienst lief reibungslos?

Volkmann: Genau, alles war gut vorbereitet. Und das ist auch die Möglichkeit für Leute, die sich mit Computern nicht gut auskennen: Man kann einfach eine Seite ausdrucken und z. B. in einen Schrank hängen – schon wissen Leute Bescheid, die keinen Internetzugang haben. Das Wiki soll die mündliche Kommunikation nicht völlig ersetzen. Aber oft kann man jetzt sagen: Schaut erst mal ins Wiki. Und wenn ihr dann noch Fragen habt, dann können wir das weiter klären.

 

ERF.de: Wie sicher ist so was? Es soll ja nicht jeder wissen, wer welche Aufgaben hat und wo sich welcher Schlüssel befindet.

Volkmann: Das ist ein passwortgeschütztes Wiki. Und als Administrator kann man auch verschiedene Zugangsrechte vergeben. Man kann auch einzelne Seiten freigeben und andere sperren. Das war für mich auch ganz neu. Aber ich habe das innerhalb kurzer Zeit organisiert bekommen, das Programm ist sehr nutzerfreundlich. Ganz abschätzen, wie das gegen einen Hacker-Angriff gesichert ist, kann ich nicht. Sensible Sachen schreiben wir auch gar nicht rein.

 

ERF.de: Wer beteiligt sich Ihrer bisherigen Erfahrung nach: Eine Minderheit oder alle?

Volkmann: Es gibt sehr verschiedene Ebenen der Beteiligung. Einige stellen Texte ein. Das beschränkt sich bislang auf zwei bis drei Personen. Andere korrigieren Schreibfehler oder arbeiten Verbesserungsvorschläge aus der Praxis ein. Das sind vielleicht noch einmal fünf bis zehn Personen. Und dann gibt es noch einen etwas größeren Kreis, der darin liest. Wie schon erwähnt gibt es die Möglichkeit, einzelne Seiten auszudrucken und auszuhängen, also z. B. in der Gemeindeküche. So erreicht es auch die Leute, die nicht so gerne mit dem Computer arbeiten oder das noch nicht gelernt haben.

 

ERF.de: Das Gemeinde-Wiki war also mit etwas Aufwand verbunden, gerade für Sie persönlich. Ganz ehrlich: Würden Sie es noch einmal machen?

Volkmann. Ja, auf jeden Fall. Für mich persönlich war es schön, etwas dazuzulernen und das Gefühl zu haben, etwas selbstbewusster im Umgang mit Computern zu werden. Ich bin auch gespannt, wohin das führen wird, wenn das Handbuch noch stärker genutzt wird als bisher. Natürlich bleibt die Frage, wie stark die Nutzung am Ende sein wird. Aber ich denke, das wird mit der Zeit noch mehr um sich greifen.

 

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Stand: 08. Februar 2017

 

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